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Ausbildung! Aber was?

Zimmerei

Das Zimmererhandwerk – Tradition, Handwerk und Zukunft

Das Zimmererhandwerk gehört zu den traditionsreichsten Handwerksberufen in Deutschland. Seit Jahrhunderten entstehen durch die Arbeit von Zimmerinnen und Zimmerern Dächer, Dachstühle, Holzhäuser und tragende Holzkonstruktionen. Heute verbindet der Beruf traditionelles Handwerk mit moderner Technik, nachhaltigem Bauen und innovativen Holzbaulösungen.

Deine Ausbildung im Zimmererhandwerk

Du möchtest einen Beruf erlernen, bei dem du mit deinen Händen arbeitest, moderne Technik einsetzt und am Ende des Tages sehen kannst, was du geschaffen hast? Dann bietet dir das Zimmererhandwerk vielfältige Möglichkeiten.

Die Ausbildung zur Zimmerin bzw. zum Zimmerer dauert in der Regel drei Jahre und findet dual statt. Dabei lernst du sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule. Ergänzend gibt es überbetriebliche Lehrgänge, in denen wichtige handwerkliche Fähigkeiten vermittelt und vertieft werden.

Während deiner Ausbildung lernst du unter anderem den fachgerechten Umgang mit Holz, modernen Maschinen und Werkzeugen. Du errichtest Holzkonstruktionen, lernst Dachstühle und Holzrahmenkonstruktionen kennen, liest Baupläne und setzt technische Zeichnungen in die Praxis um. Auch Vermessung, Baustoffkunde und Arbeitssicherheit gehören zu deinem Ausbildungsalltag.

Nach erfolgreicher Gesellenprüfung stehen dir viele Wege offen.

Viele Möglichkeiten nach der Ausbildung

Als Gesellin oder Geselle kannst du direkt im Betrieb arbeiten und praktische Erfahrungen sammeln. Gleichzeitig bietet das Zimmererhandwerk zahlreiche Möglichkeiten, dich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln.

Du kannst dich auf bestimmte Bereiche des Holzbaus spezialisieren, zusätzliche Qualifikationen erwerben oder den nächsten Schritt auf der Karriereleiter gehen.

Die Meisterausbildung

Eine klassische Weiterbildung ist die Meisterausbildung im Zimmererhandwerk. Als Zimmermeisterin oder Zimmermeister übernimmst du anspruchsvolle Aufgaben und kannst Verantwortung für Baustellen, Mitarbeitende und Kunden übernehmen.

Der Meisterabschluss eröffnet dir außerdem die Möglichkeit, einen eigenen Zimmereibetrieb zu gründen und selbst Nachwuchskräfte auszubilden.

Die Walz – unterwegs als Handwerksgesellin oder Handwerksgeselle

Eine ganz besondere Tradition des Zimmererhandwerks ist die Walz, auch Wanderschaft genannt.

Nach der Gesellenprüfung entscheiden sich manche Handwerkerinnen und Handwerker dafür, für mehrere Jahre auf Wanderschaft zu gehen. Dabei ziehen sie von Ort zu Ort und arbeiten in unterschiedlichen Betrieben.

Auf der Walz kannst du neue Arbeitsweisen kennenlernen, deine handwerklichen Fähigkeiten erweitern und wertvolle Erfahrungen sammeln. Gleichzeitig lernst du andere Regionen, Menschen und Kulturen kennen.

Die Walz ist freiwillig und kein Bestandteil der Ausbildung. Für viele, die sich dafür entscheiden, wird sie jedoch zu einer prägenden Erfahrung – beruflich wie persönlich.

Weitere Karrierewege

Der Meisterabschluss ist nicht der einzige Weg, dich weiterzuentwickeln. Eine Weiterbildung zur Holzbautechnikerin bzw. zum Holzbautechniker bietet beispielsweise zusätzliche Möglichkeiten in Planung, Konstruktion und technischer Umsetzung.

Auch Bereiche wie Arbeitsvorbereitung, Bauleitung, Restaurierung oder die Planung moderner Holzkonstruktionen bieten interessante berufliche Perspektiven.

Wer die entsprechenden Voraussetzungen mitbringt, kann außerdem ein Studium aufnehmen – beispielsweise in Holzbau, Bauingenieurwesen, Architektur oder Baumanagement.

So kann dein Weg vom Ausbildungsplatz über die Gesellenzeit und den Meisterabschluss bis hin zur eigenen Zimmerei, zur Bauleitung oder in die Planung führen.

Ein Handwerk mit Zukunft

Holz gewinnt im modernen Bauwesen immer mehr an Bedeutung. Als nachwachsender Baustoff bietet Holz vielfältige Möglichkeiten für nachhaltiges Bauen.

Vom klassischen Dachstuhl über Holzrahmenbau und Ingenieurholzbau bis hin zu modernen mehrgeschossigen Holzbauten reicht das Tätigkeitsfeld heute weit über das traditionelle Bild des Zimmererhandwerks hinaus.

Dabei sind Frauen und Männer gleichermaßen gefragt. Entscheidend sind handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und Freude daran, etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen.

Ob Ausbildung, Gesellenzeit, Walz, Meisterschule, Techniker-Weiterbildung, Studium oder der Weg in die Selbstständigkeit – das Zimmererhandwerk bietet dir viele Möglichkeiten, deine eigenen beruflichen Ziele zu verwirklichen.

Dein Weg. Dein Handwerk. Deine Zukunft.

Gehalt in diesem Beruf

Hier siehst du eine anonyme Auswertung der Gehaltsangaben, die am Gehaltscheck teilgenommen haben. Die Werte sind Durchschnitte und dienen als Orientierung.

Gehälter können regional stark abweichen – je nach Bundesland, Betriebsgröße und Lage. Auch Tarifverträge, Zuschläge und Sonderzahlungen wirken sich aus. Die hier gezeigten Zahlen sind daher nur ein Anhaltspunkt und kein Anspruch.

Lehrlinge · nach Lehrjahr

1. Lehrjahr
1.133 €n=54
2. Lehrjahr
1.265 €n=125
3. Lehrjahr
1.489 €n=85

Gesellen · nach Berufserfahrung

0 Jahre
2.868 €16,55 €/hn=192
1 Jahr
3.067 €17,62 €/hn=319
2 Jahre
3.239 €18,64 €/hn=213
3 Jahre
3.308 €19,07 €/hn=145
4 Jahre
3.400 €19,55 €/hn=98
5–10 Jahre
3.748 €21,63 €/hn=311
11+ Jahre
3.835 €22,21 €/hn=144

Meister · nach Berufserfahrung

1–5 Jahre
3.972 €22,77 €/hn=19
6–10 Jahre
4.496 €26,06 €/hn=14
11+ Jahre
4.743 €24,66 €/hn=14

Auswertung basiert auf 1777 Angaben · Ø-Brutto-Monatslohn, Stundenlohn aus Wochenstunden (bei fehlenden Angaben 40 Std./Woche angenommen).

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