Anonyme Auswertung
Hier findest du eine anonymisierte Auswertung der 10 bestbewerteten Betriebe. Es werden keine persönlichen Daten angezeigt.
Datenauswertung
Fragen (Ø-Wert)
Kleiner Aufwand · Große Wirkung
Kleine Veränderungen im Betrieb — große Wirkung
Es braucht keine grundlegenden Änderungen im Führungsstil oder in den Betriebsabläufen. Oft reichen kleine, konsequente Veränderungen im Alltag, um die Ausbildungsqualität spürbar zu heben — und damit Fachwissen, Arbeitsmoral, Motivation und Loyalität der Mitarbeitenden langfristig zu stärken. Jeder Betrieb profitiert davon, die Qualität seiner Ausbildung zu verbessern. Es liegt also in beiderseitigem Interesse, offen für die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter und Auszubildenden zu sein. Und das geht oft leichter als man denkt.
Fragen (% Zustimmung)
Was sehr gute Betriebe anders machen
Regelmäßige Feedbackgespräche
Sehr gute Betriebe führen strukturierte Gespräche — nicht nur beim Jahresgespräch, sondern regelmäßig auf der Baustelle oder im Büro. Lehrlinge wollen wissen, wie sie sich machen und wo sie sich verbessern können. Wer das aktiv anbietet, schafft Vertrauen und Orientierung. Schon ein kurzes monatliches Gespräch macht den Unterschied.
Private Talente einbringen lassen
Lehrlinge bringen mehr mit als Handfertigkeiten — Social-Media-Kenntnisse, technisches Verständnis, kreative Ideen. Sehr gute Betriebe erkennen das und geben ihnen Raum, sich auch jenseits der Kernaufgaben einzubringen. Das stärkt die Bindung ans Unternehmen und zeigt: Hier bin ich als ganzer Mensch willkommen.
Einsatz aktiv wertschätzen
Wertschätzung muss nicht groß sein — ein ehrliches „Gut gemacht" auf der Baustelle reicht oft. Was zählt, ist die Regelmäßigkeit. Sehr gute Betriebe machen ihren Lehrlingen deutlich, dass ihr Einsatz gesehen und anerkannt wird. Das kostet nichts, wirkt aber direkt auf Motivation, Loyalität und die Bereitschaft, sich auch wirklich reinzuhängen.
Gewählte positive Aspekte aller Teilnehmer
Für Ausbildungsbetriebe
Hinter jedem Aspekt steckt ein echtes Bedürfnis. Die häufigsten Nennungen zeigen: Lehrlinge wollen gesehen werden — als Menschen, nicht als Arbeitskräfte.
Respekt & Wertschätzung
Wer respektvoll behandelt wird und dessen Einsatz anerkannt wird, gibt mehr — und bleibt länger.
Lernen & Entwicklung
Echte Handwerksarbeit statt Hilfsarbeiten. Lehrlinge wollen wachsen — fachlich wie als Person.
Offene Kommunikation
Ein offenes Ohr bei Problemen macht teilweise den Unterschied zwischen einem guten und einem sehr guten Betrieb.
Stimmen aus der Umfrage
„Ein Team, das dir Dinge beibringt und Fehler akzeptiert — das ist für mich eine gute Ausbildung."
Auszubildender
„Ich werde als Mensch wahrgenommen, nicht nur als günstige Arbeitskraft."
Auszubildende · 2. Lehrjahr
„Der Meister erklärt, zeigt und hat Geduld — das macht den ganzen Unterschied."
Auszubildender · 1. Lehrjahr
Fokus Gleichstellung
Antworten von 48 weiblichen Teilnehmerinnen · Ø Gesamtbewertung: 6.1/10
Situation im Betrieb
61%
Erste Frau im Betrieb
45%
Hat Kolleginnen im Betrieb
52%
Würden Betrieb weiterempfehlen
71%
Sexismus erlebt
Ausgewählte Fragen
Besonders oft niedrig bewertet
Anteil Bewertungen 1–2 · Vergleich zu Männern
Was Frauen besonders wichtig ist
% der Frauen · Differenz zu Männern in Prozentpunkten
Was Frauen brauchen — Erkenntnisse aus der Umfrage
Was Frauen sich von ihrem Betrieb wünschen
Frauen, die an dieser Umfrage teilgenommen haben, wünschen sich vor allem eines: gleichwertig behandelt zu werden — nicht als Ausnahme, sondern als selbstverständlicher Teil des Teams. Respekt, offene Kommunikation und ein faires Miteinander stehen ganz oben. 67% der Teilnehmerinnen fühlen sich respektvoll behandelt, 52% können Probleme offen ansprechen und 52% würden ihren Betrieb empfehlen.
Was gut bewertete Betriebe auszeichnet
Betriebe, die Frauen ausbilden und dabei gut abschneiden (≥7 Punkte), haben eines gemeinsam: Sie schaffen von Anfang an ein offenes, respektvolles Klima. 94% dieser Betriebe sorgen für einen gerechten Umgang, 39% führen regelmäßige Feedbackgespräche. Infrastruktur wie separate Umkleideräume — vorhanden in 31% der Betriebe — signalisiert, dass der Betrieb vorbereitet ist und Frauen willkommen heißt.
Ja/Nein-Fragen (% Zustimmung)
Stimmen aus der Umfrage
„Ich wurde von Tag eins an respektiert und als Teil des Teams aufgenommen. Jeden Tag wird bei uns gelacht und ich fühl mich sehr wohl."
Auszubildende · 1. Lehrjahr
„Sexuelle Belästigung einer Mitauszubildenden wobei es die meisten Arbeitskollegen mitbekommen haben und trotzdem niemand was dagegen gesagt oder unternommen hat "
Auszubildende
„Gedult; die Lehrlinge auch selber Mal denken lassen statt nur anzusagen; regelmäßige Feedbackgespräche; eigene kleine Aufträge die vom Lehrmeister begleitet werden"
Auszubildende
„Ja ich wurde am Gürtel angefasst und habe zudem mehrere unangebrachte Sprüche sowie Anmerkungen zu meiner Arbeit und zu meiner Kleidung bekommen. "
Auszubildende · 2. Lehrjahr
„ab und zu aber eher selten "
Auszubildende · 2. Lehrjahr
Vergleich der Top-8 Betriebe (Score ≥ 9,5) mit dem Gesamtdurchschnitt aller Teilnehmer.
Wenn wir uns die top bewerteten Handwerksbetriebe meiner Umfrage anschauen, erkennen wir einige Gemeinsamkeiten. Diese lassen Rückschlüsse auf die Firmenkultur, den Führungsstil und die Ausbildungsqualität zu. So werden beispielsweise in vielen dieser Betriebe auch Frauen ausgebildet. Das deutet häufig auf eine offene, moderne und wertschätzende Unternehmenskultur hin, in der Chancengleichheit und ein respektvoller Umgang selbstverständlich sind. Von einer solchen Kultur profitieren in der Regel alle Auszubildenden, da sie mit einer besseren Kommunikation, individueller Förderung und einem positiven Lernklima einhergeht. Entscheidend ist dabei nicht das Geschlecht der Auszubildenden, sondern die Ausbildungsqualität und die Haltung des Betriebs gegenüber seinen Mitarbeitenden.
Betrieb aus Bayern
Fragen
Was dem Lehrling wichtig ist
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