Ausbildung! Aber was?
Das Tischlerhandwerk verbindet traditionelles Handwerk mit Kreativität, Präzision und moderner Technik. Aus Holz und vielen weiteren Werkstoffen entstehen Möbel, Türen, Fenster, Innenausbauten und individuelle Einzelstücke. Dabei reicht das Tätigkeitsfeld von klassischer Handarbeit bis hin zu computergestützter Planung und modernster CNC-Technik.
Wer gerne gestaltet, handwerklich arbeitet und Freude daran hat, aus einem Rohstoff etwas Besonderes entstehen zu lassen, findet in der Tischlerei ein vielseitiges und zukunftsorientiertes Berufsfeld.
Die Ausbildung zur Tischlerin bzw. zum Tischler dauert in der Regel drei Jahre und findet dual statt. Du lernst sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule. Zusätzlich können überbetriebliche Lehrgänge deine praktischen Kenntnisse und Fähigkeiten erweitern.
Während deiner Ausbildung lernst du die unterschiedlichen Holzarten und Werkstoffe kennen und erfährst, wie daraus hochwertige Produkte entstehen. Du arbeitest mit traditionellen Handwerkzeugen ebenso wie mit modernen Maschinen und lernst, Werkstücke präzise zu fertigen und fachgerecht zu montieren.
Auch das Lesen von technischen Zeichnungen, das Planen von Werkstücken, Oberflächenbehandlung, Arbeitssicherheit und der Umgang mit modernen Fertigungstechniken gehören zur Ausbildung. Dabei geht es nicht nur darum, etwas nach Plan zu bauen. Als Tischlerin oder Tischler entwickelst du Lösungen, arbeitest genau und bringst deine eigenen Fähigkeiten und Ideen in die Arbeit ein.
Nach erfolgreicher Gesellenprüfung stehen dir viele Wege offen. Du kannst direkt in einer Tischlerei arbeiten und deine praktischen Erfahrungen vertiefen oder dich in verschiedenen Bereichen spezialisieren.
Mögliche Tätigkeitsfelder sind beispielsweise Möbelbau, Innenausbau, Fenster- und Türenbau, Ladenbau, Restaurierung oder individueller Objektbau.
Mit zunehmender Erfahrung kannst du anspruchsvollere Aufgaben übernehmen und Verantwortung für Projekte und Arbeitsabläufe übernehmen.
Eine wichtige Weiterbildungsmöglichkeit ist die Meisterausbildung im Tischlerhandwerk. Als Tischlermeisterin oder Tischlermeister kannst du Verantwortung für Mitarbeitende, Projekte und Kunden übernehmen.
Der Meisterabschluss eröffnet außerdem die Möglichkeit, eine eigene Tischlerei zu gründen und selbst Nachwuchskräfte auszubilden. Für viele ist der Meisterabschluss daher ein wichtiger Schritt auf dem Weg in die Selbstständigkeit und in eine verantwortungsvolle Position im Handwerk.
Auch außerhalb des klassischen Meisterwegs gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Eine Weiterbildung zur Holztechnikerin bzw. zum Holztechniker eröffnet zusätzliche Perspektiven in Konstruktion, Planung und Arbeitsvorbereitung. Auch Tätigkeiten in der Projektleitung, im technischen Büro oder in der Arbeitsplanung sind möglich.
Wer sich für Gestaltung und Planung interessiert, kann sich beispielsweise im Bereich Innenausbau, Möbelgestaltung oder Raumkonzeption weiterentwickeln.
Mit den entsprechenden Voraussetzungen kann außerdem ein Studium aufgenommen werden, etwa in den Bereichen Holztechnik, Innenarchitektur, Architektur, Produktdesign oder Holzbau.
Die moderne Tischlerei hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Neben Hobel, Säge, Stemmeisen und anderen klassischen Werkzeugen gehören heute digitale Planung, CAD-Programme, CNC-Maschinen und moderne Fertigungstechniken zum Berufsbild.
Trotz aller Technik bleibt das handwerkliche Können entscheidend. Denn erst die Kombination aus Erfahrung, Präzision, Kreativität und moderner Technologie ermöglicht hochwertige Ergebnisse.
Holz ist ein vielseitiger und natürlicher Werkstoff, der auch im modernen Bau- und Innenausbau eine wichtige Rolle spielt. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach individuellen, langlebigen und nachhaltig gefertigten Produkten.
Ob maßgefertigtes Möbelstück, hochwertiger Innenausbau, individuelle Küche, Tür, Fenster oder komplexe Raumgestaltung – Tischlerinnen und Tischler schaffen Dinge, die Menschen täglich nutzen und viele Jahre begleiten.
Dabei sind Frauen und Männer gleichermaßen gefragt. Wichtig sind handwerkliches Geschick, Genauigkeit, technisches Verständnis, Kreativität und Freude an der Arbeit mit unterschiedlichen Materialien.
Ob Ausbildung, Gesellenzeit, Meisterschule, Techniker-Weiterbildung, Studium oder der Schritt in die Selbstständigkeit – das Tischlerhandwerk bietet dir viele Möglichkeiten, deine beruflichen Fähigkeiten zu entwickeln und deine eigenen Ideen Wirklichkeit werden zu lassen.
Dein Weg. Dein Handwerk. Deine Ideen.
Hier siehst du eine anonyme Auswertung der Gehaltsangaben, die am Gehaltscheck teilgenommen haben. Die Werte sind Durchschnitte und dienen als Orientierung.
Gehälter können regional stark abweichen – je nach Bundesland, Betriebsgröße und Lage. Auch Tarifverträge, Zuschläge und Sonderzahlungen wirken sich aus. Die hier gezeigten Zahlen sind daher nur ein Anhaltspunkt und kein Anspruch.
Lehrlinge · nach Lehrjahr
Gesellen · nach Berufserfahrung
Meister · nach Berufserfahrung
Auswertung basiert auf 213 Angaben · Ø-Brutto-Monatslohn, Stundenlohn aus Wochenstunden (bei fehlenden Angaben 40 Std./Woche angenommen).